Unsere Zeitung


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Die Zeitung „AKTUELL 2021/1“ erscheint am 18. Februar 2021. Die Zeitung als PDF-Format (612 KB) finden Sie hier.


Die Schande Europas Teil II
„Warum wir Fremde nicht wie Feinde behandeln dürfen“

Vom moralischen Versagen des offiziellen Österreich in seiner Asyl- und Integrationspolitik.

An dem Tag da ich diese Zeilen schreibe, findet im österreichischen Nationalrat die Sondersitzung Nr. 81, unter anderem zum Thema “Humanitäres Bleiberecht und Rückholung für die abgeschobenen Schulmädchen”, statt.

Wie es ausgehen wird ist noch nicht gewiss, jedoch befürchte ich nichts Gutes. Seit dem sozialdemokratischen Innenminister Franz Löschnak und seinen roten, schwarzen und blauen Nachfolgern wurde das Asyl-, Bleibe- und Fremdenrecht immer wieder verschärft und im Nationalrat von den jeweiligen Abgeordnetenmehrheiten freudig bis zähneknirschend abgenickt. Man will ja den “Frieden” im eigenen Haus nicht stören. Dass es hier um gewichtige moralische, humanitäre und auch wirtschaftliche Grundwerte unseres Landes geht, bleibt leider außen vor. Siehe die Posse, dass man junge und hoch motivierte, integrierungswillige Menschen in Schulen und Lehrberufen ausbildet und sie dann eiskalt abschiebt, in unsichere Länder, deren Sprache viele der hier geborenen Mädchen und Burschen gar nicht sprechen. Neben dem humanitären Skandal, ist das auch “Vergeudung von volkwirtschaftlichem Vermögen” (kann man da jemand rechtlich belangen?) und Traumatisierung von Schülerinnen und Schülern, Freunden in Sportvereinen, Feuerwehren und Familien.

Wie viele Bittgesuche und Solidaritätsschreiben von Bürger*innen, Bürgermeister*innen, Vereinsvorständen und Freund*innen, muss es noch geben, bis wir von unseren Volksvertretern endlich ernst genommen werden?

Der zweite Teil unseres Titel “Warum wir Fremde nicht wie Feinde behandeln dürfen” entstammt dem gleichnamigen Buch des Publizisten Ernst Schmiederer. Es ist ein Plädoyer für ein besseres Leben mit dem Motto: “Ohne Gesellschaft sind wir nichts. Ohne die Anderen sind wir nichts. Und doch halten wir uns diese Anderen lieber fern.”

Der renommierte Journalist Ernst Schmiederer macht die europäische Politik für das Massensterben an unseren “Außengrenzen” verantwortlich und verweist darauf, dass wir EuropäerInnen diese katastrophale Politik schon viel zu lange mittragen. Überzeugend argumentiert er, dass die Lage nicht alternativlos ist: Wir könnten auch anders und würden davon sogar profitieren. Aber wann, wenn nicht jetzt? Die Corona-Pandemie zeigt uns plötzlich, dass sich sehr vieles sehr schnell verändern lässt. Gerade in diesen Tagen ist auch unübersehbar, wie abhängig wir von anderen sind. Wir brauchen Menschen um uns, egal woher sie kommen.

Was meine ich mit dem moralischen Versagen des offiziellen Österreich in seiner Asylpolitik? Lasst uns eine Zeitreise von circa einhundert Jahren antreten. Während und nach den beiden großen Weltkriegen wurden zehntausende österreichische Kinder vor dem Verhungern gerettet, indem sie von anderen europäischen Ländern aufgenommen wurden. Die skandinavischen Länder Norwegen und Schweden nahmen Kinder auf und errichteten in Wien bis in die frühen 1920iger Jahre Kinderheime. Großbritannien und Shanghai retteten mehrere tausend jüdische Kinder vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten (prominente Beispiele: Erich Fried, Otto Tausig, Veza und Elias Canetti, Sigmund und Anna Freud, etc.). Die Schweiz fütterte nach dem zweiten Weltkrieg viele österreichische Kinder durch die Notzeiten. Der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen bedankte sich erst vor kurzem durch einen Staatsbesuch in Portugal,für die massive Hilfe für 5.500 österreichische Kinder in den Jahren 1947 bis 1953. Es gab für diese Kinder sogar einen eigenen Sprachausdruck: Man nannte sie die “Caritas- oder Portugalkinder”. Diese Reihe ist nicht vollständig, wenn man bedenkt, wie viel private Hilfe geleistet wurde.

Und heute weigert sich der Staat Österreich, eine Handvoll Kinder aus dem ehemaligen griechischen Lager Moria, jetzigem Lager Kara Tepe aufzunehmen? Wenn es nicht so zynisch und menschenverachtend wäre, müsste man grimmig auflachen. Die so genannte „Hilfe vor Ort“, die unser Bundeskanzler, Außenminister und Innenminister gebetsmühlenartig beschwören, ist gelinde gesagt nicht einmal ein schlechter Witz. Die Asyl- und Schutzsuchenden sind in den griechischen Medien kein Thema. Österreich schickt Klos, Zelte und andere Hilfsmittel nach Athen, die im dortigen Hafen vergammeln, da sich keiner mehr darum kümmert. Die Gelder werden von unserer ohnehin schon dürftigen Entwicklungs-hilfe finanziert.

Die Aktion Mitmensch Wiener Neustadt schließt sich deshalb den Forderungen vieler einheimischen NGOs und Initiativen an, Kinder und Familien aus den griechischen Lagern aufzunehmen und die abgeschobenen Schülerinnen mit einem humanitären Bleiberecht auszustatten und wieder nach Österreich zu bringen.

Maximilian Huber


100

100 ist derzeit eine magische Zahl.

Eine Zahl, die spaltet.
Eine Zahl, die Emotionen auslöst.
Wut, Zorn, Angst, Freude, Erleichterung, Zuversicht, genervt sein.
Eine Zahl, die magische Grenzen markiert.
100 Euro Coronabonus.
100 Tage Quarantäne.
100 Neuinfektionen pro Tag.
100 Wiedergenesene.
100 freie Spitalsbetten.
100 gestrandete Grindwale.
100 Tage ohne Flugverkehr.
100 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit.
100 Menschen auf einem Boot im Mittelmeer.
100 Gäste bei einem Indoor-Event.
100 verprügelte Demonstrant*innen.
100 Kinder aus Moria.

Was berührt uns momentan am meisten?
Wo liegen unsere Ängste, Sorgen und Hoffnungen?
Was betrifft jede*n von uns direkt, was nicht?Was lesen und vergessen wir gleich wieder?

Die Antwort muss wohl jede*r für sich herausfinden.

Unsere Prioritäten werden wohl unterschiedlich ausfallen und was wir „überlesen“, entscheidet vermutlich oft unser Unterbewusstes für uns.

Aber was betrifft uns wirklich ganz persönlich?

Was bedeutet für jede*n Einzelne*n von uns Gefahr, Einschränkung oder Nachteile?

Was spaltet unsere Gesellschaft und was bedroht sie im Moment am meisten?

Krankheit, Arbeitslosigkeit, finanzielle Einbußen, Zukunftsängste, Wirtschaftseinbruch, Klimakrise, Masken rauf und Masken runter, Lock Down, Kurzarbeit.

Aber sicherlich nicht 100 Kinder aus Moria.

 Sandra Eigner-Kobenz.


Generation haram

„Für alle, die nie eine Chance hatten. Für die Verlierer dieses Bildungssystems. Das ist für uns.”

(Melisa Erkurt)

Melisa Erkurt wurde 1991 in Sarajevo geboren und ist als Kind, als Folge der jugoslawischen Kriegswirren, mit ihren Eltern nach Wien gekommen.

In Purkersdorf besuchte sie das Gymnasium, studierte anschließend an der Universität Wien Deutsch, Psychologie und Philosophie. Seither arbeitet sie als Lehrerin und Journalistin.

Sie hat es geschafft. Doch sie ist eine Ausnahme. Denn am Ende eines Schuljahres entlässt sie die Klasse mit dem Wissen, dass die meisten ihrer Schülerinnen und Schüler nie ausreichend gut Deutsch sprechen werden, um ihr vorgezeichnetes Schicksal zu durchbrechen. Hier wächst eine Generation ohne Sprache und Selbstwert heran, der keiner zuhört. Über den „Kulturkampf” im Klassenzimmer befinden einstweilen andere. Melisa Erkurt leiht ihre Stimme den Verliererinnen und Verlierern des Bildungssystems. Nicht sie müssen sich ändern, sondern das System Schule muss neue Wege gehen.

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Doch lassen wir Melisa Erkurt selbst zu Wort kommen:

„Im Dezember 2016 habe ich eine Reportage mit dem Titel “Generation haram”, über die Verbotskultur muslimischer Teenager in Wien veröffentlicht, die in Österreich und auch über die Grenzen hinaus für Schlagzeilen sorgte. Nach drei Jahren Leitung eines Schulprojekts an Wiener Brennpunktschulen hatte ich einen Einblick in österreichische Klassenzimmer gewonnen. Ein gefährlicher Trend, den ich damals beobachtete: Muslimische Burschen schränken mit „haram” („verboten” im Islam)-Rufen den Alltag ihrer muslimischen Mitschülerinnen ein. Die Öffentlichkeit sehnte sich offenbar nach jemandem, der endlich ansprach, was sich irgendwie alle schon dachten. Diese muslimischen Kinder und Jugendlichen sind das eigentliche Problem. Angebliche Schweinefleisch- und Nikoloverbote in Schulen, Zwangsheirat von jungen Mädchen, reaktionärer Islamunterricht, mangelnde Deutschkenntnisse, abwesende und streng konservative Eltern und vor allem das Kopftuch – über kaum eine Gruppe wird mehr diskutiert als über migrantische und speziell muslimische Schülerinnen und Schüler…

Die Probleme liegen jedoch tiefer, hier ein Beispiel, mein Leben. Ein muslimisches Flüchtlingsmädchen mit Arbeitereltern, die ihm in der Schule nicht helfen konnten – eine klassische Bildungsverliererin also, mein Schicksal schien laut Statistik schon vorgezeichnet, denn in Österreich wird Bildung nach wie vor vererbt, Menschen mit meinem soziökonomischen und kulturellen Background werden keine Hochschulabsolventinnen.

Ich schien anfangs diese Rolle zu erfüllen: Im Kindergarten habe ich nicht gesprochen, nicht weil ich kein Deutsch konnte, sondern weil mich die neuen Eindrücke überforderten. In der Volksschule sprach ich weiterhin kaum. Meine Eltern wussten weder ob ich die Hausübung erledigt, noch wann ich Schularbeiten hatte, sie arbeiteten rund um die Uhr. Ich maturierte trotzdem und schloss einige Jahre später die Universität ab – das Gefühl, da aber gar nicht hinzuzugehören, blieb bis zuletzt“.

Melisa Erkurt schreibt in ihrem spannenden Buch  „Generation Haram“ über den Bildungsalltag vom Kindergarten bis zur Matura, über Österreich und den Rassismus, über ihr Ich in den Sprachen („Warum können sie so gut Deutsch?”), über Migrant*innen, die den Mund aufmachen, über die notwendigen Vorbilder, über Namen, die von Geburt auf ein Urteil (Mohamed) sind, über Debatten, deren Doppelopfer die muslimischen Mädchen sind, über die Chancen im Schulsystem, Vorzeigemigranten, über Krisen wie Corona, die scharf die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem bloß legen.

Zum Schluss nochmals Melisa Erkurt über Ziele: „Familie, Wohnort und Umfeld bestimmen noch immer viel zu oft die Zukunft unserer Kinder. Die Schule hat von allen Institutionen theoretisch noch am ehesten die Chance das zu ändern und alle Menschen gleichermaßen zu erreichen – praktisch macht sie leider genau das Gegenteil. Schule muss sich über viele Dinge klar werden. Zum Beispiel, dass Lehrpersonen für soziökonomisch schwächere Kinder oft die ersten Personen sind, die einer anderen sozialen Schicht als sie und alle, die sie bisher kennen gelernt haben, angehören. Umgekehrt gilt für Lehrpersonen oft dasselbe. Das führt zu Frustrationen. Wäre das Lehrerzimmer diverser, gäbe es auch ein multikulturelles Fach-Team von Sozialarbeitern und Psychologinnen, würde dieser zwischenmenschliche Druck auf beiden Seiten wegfallen.” Melisa Erkurt war auch Chefreporterin beim Magazin „biber” und leitete drei Jahre lang das biber-Schulprojekt „Newcomer” an einer Wiener AHS und ist seit September 2019 Redakteurin beim „Report” (ORF-Innenpolitik). Sie schreibt eine wöchentliche Kolumne im „Falter” und ihre Kolumne in der „taz” heißt „nachsitzen”.

Die Zitate der Autorin stammen aus dem Buch „Generation haram”, 2020 erschienen im Zsolnay Verlag.

Maximilian Huber


Erinnerung an Karl Flanner

Erinnerung an den großen Wiener Neustädter Historiker, Zeitzeugen, Gemeinderat und Museumsgründer Professor Karl Flanner.

Karl Flanner wurde am 22. Oktober 1920 im Wiener Neustädter Arbeiterviertel Flugfeld geboren.

Als ich 1986 nach Wiener Neustadt kam und hier meine Buchhändlertätigkeit aufnahm, war er einer der ersten Menschen, die mir freundlich und unvoreingenommen die Hand hinstreckte und er wurde mein echter historischer Lehrmeister und Freund. Was ich nie in einer Schule oder Universität gelernt hatte, diese Erinnerungslücken und kollektiven Zeitzeugendefizite, konnte er kompetent und sympathisch füllen.

Kein Wunder bei diesem Leben: Karl Flanner war gelernter Gärtner und Elektroschweißer, Mitglied sozialistischer Jugendorganisationen und der Arbeiterturner in der Ersten Republik und nach dem 12. Februar 1934 KPÖ-Mitglied bis zu seinem Ausschluss 1971. Er war Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Austrofaschismus und Nationalsozialismus, unter dem Hitler-Regime sechs Jahre inhaftiert, Häftling in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald.

Er war Mitglied des ersten demokratischen Gemeinderats nach Hitler in Wiener Neustadt, Gewerkschafter und Betriebsratsobmann, Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze, insbesondere zur Geschichte Wiener Neustadts und zur niederösterreichischen Arbeiterbewegung.

Karl Flanner war auch Direktor des Industrieviertel-Museums, Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Theodor Körner-Preises, des Victor Adler-Staatspreises für Geschichte der Arbeiterbewegung und des Berufstitels „Professor” und ständiger Kolumnist der „Wiener Neustädter Nachrichten”.

Professor Karl Flanner starb am 2. Juni 2013 im 93. Lebensjahr.

Flanner

(Foto: Verein Alltags Verlag)

Lassen wir Karl Flanner kurz selbst zu Wort kommen, aus seinem Buch Wiener Neustadt „G´schichtln & Geschichte“

„Wiener Neustadt kann gewiss auf vieles stolz sein, was die Stadt in ihren Mauern birgt: historische Ereignisse, Bauten und Denkmäler, und auf viele seiner Menschen. Sie sind es, auf deren Schultern sich die Große Geschichte baut. Davon wird aber in der Regel kaum berichtet. So etwa kennt man wohl die Mächtigen zur Zeit des Eisenbahnbaus und deren Finanziers, ungenannt hingegen bleiben jene vielen Arbeiter, welche die Bahnanlagen wirklich errichtet haben, und jene Vielen, welche die Stadt geformt, gebaut und gestaltet haben. Es sind dies die Geschichten von Lavendelweibern und Daimler-Arbeitern, Galgenvögeln und Gendarmen, Streikführern und Konsumgenossenschaftlern, aber auch von Naziverbrechern, ihren Opfern und von Widerstandskämpfern.”

Nochmals Karl Flanner im Originalzitat: “Unsere Sprache, ob geschrieben oder gesprochen, erzielt ihren besonderen Reiz, wenn sie Gefühle und Empfindungen weckt…”

„Geschichte ist, was gestern war,
sie hat uns nichts verborgen,
die Gegenwart wird heute wahr,
die Zukunft kommt erst morgen.
Weißt du, wie alles einstens war,
erkennst du die Gewalten,
kannst du dein Leben immerdar
mit eigener Kraft gestalten“

Karl Flanner

Karl Flanners historische Broschüren sind im Industrieviertelmuseum Wiener Neustadt, Anna Rieger-Gasse 4, 2700 Wiener Neustadt, Telefon: 02622/26015 erhältlich

Maximilian Huber


Internationaler Frauentag

Bereits im Jahr 1848 wurde in Wien der erste politische Frauenverein von Karoline von Perin-Gradenstein gegründet. Anlass dafür war die blutige Niederschlagung einer Protestbewegung die Aufgrund einer deutlichen Lohnreduktion für Hilfsarbeiterinnen im öffentlichen Bauwesen stattfand. Bei dieser Demonstration starben 18 Menschen und 282 wurden verletzt. Der „Erster Wiener Demokratische Frauenverein“ setzte sich in seinen Statuten nachdrücklich für die Gleichberechtigung der Frauen und den Zugang zur Bildung ein.

63 Jahre später, am 27. August 1911, gab es in Österreich-Ungarn (neben Deutschland, der Schweiz und Dänemark) das erste Mal Demonstrationen zum internationalen Frauentag. Auf der Wiener Ringstraße demonstrierten rund 20.000 Menschen für mehr Frauenrechte und nach einem freien Wahlrecht.

Frauenrechte sind Menschenrechte

Jeder Mensch sollte die gleichen Rechte haben und dazu gehören auch Frauen. Bereits 1993 wurde auf der Menschenrechtsweltkonferenz festgelegt, dass die volle und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am politischen, bürgerlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben, auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene, und die Beseitigung aller Formen der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vorrangige Ziele der internationalen Gemeinschaft sind. Es wurde zwar schon Einiges erreicht, aber es gibt trotzdem noch viel zu tun!

Häusliche Gewalt ist kein privates Problem

Häusliche Gewalt wird grundsätzlich von Personen aus dem nahen sozialen Umfeld ausgeübt. Statistisch gesehen sind es überwiegend Männer, die häusliche Gewalt gegenüber Frauen ausüben.

Besonders in Corona-Zeiten sind die verordneten Ausgangsperren, kleine Wohnungen, finanzielle Sorgen, homeschooling und homeoffice ein Auslöser für Streit in den Familien und führen deshalb nicht selten zu Gewalt gegen Frauen und Kindern. Die eingeschränkten Kontakte nach außen bieten weniger Möglichkeiten, eskalierenden Situationen zu entkommen. Gewalt in der Familie ist jedoch nicht nur ein Phänomen von Corona, sondern auch ein gesellschaftliches Problem.

Anna Seif


Liebe Mitmenschen! Aufgrund der aktuellen Corona-Situation nehmen wir derzeit von Veranstaltungen Abstand. Wenn die Situation sich bessert und das normale Normal wieder in unser Leben Einzug findet, werden wir versuchen Frau Melisa Erkurt für eine Veranstaltung in Wiener Neustadt zu gewinnen.

Unsere heurige Jahresversammlung werden wir leider nicht in gewohnter Art abhalten können. Wir werden Sie entsprechend informieren.

Für dringende Anfragen oder Notfälle können Sie uns Dienstag und Donnerstag zwischen 16 h und 18 h unter der Telefonnummer 0660 8077 394 erreichen.


Impressum:

Eigentümer & Herausgeber:
AKTION MITMENSCH WIENER NEUSTADT, Anschrift: c/o Maximilian Huber, Reyergasse 7/10, 2700 Wiener Neustadt.
Redaktion: Maximilian Huber, Anna Seif, Sandra Eigner-Kobenz.

Druck: Ing. Manfred Kainz GmbH, Grazer Straße 89, 2700 Wiener Neustadt.


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